Björn Zinkler

Björn Zinkler arbeitet im Hafven Coworking Space und ist Partner bei Zinkler & Brandes

 
 
Pauline mit Björn im Coworking Space

Pauline mit Björn im Coworking Space

Björn hat schon als Teenager ehrenamtlich programmiert und mit 18, neben der Schule, die erste Firma gegründet. Da war dann auch klar, dass dem Ganzen ein Studium folgen wird. Heute ist Björn Webentwickler mit einer ganz eigenen Philosophie. Natürlich zählt die Fachkenntnis, schließlich ist er Profi und hat viel Erfahrung, aber wie er selbst sagt, sei es viel wichtiger „zu experimentieren und verschiedene Wege auszuprobieren, bis es eben passt“. Deshalb werden die Kunden und ihre Kompetenzen bei Zinkler & Brandes immer Teil des Entwicklerteams.  Wichtig ist ihm vor allem, dass der Mensch nicht hinter der Software verschwindet, genauso wie die ethische Zielsetzung eines Projekts.

Björn ist Lösungsspezialist, aber eben nicht um jeden Preis. Er ist jemand der auch die andere Seite seines Jobs im Blick behält – schön wenn die Dinge und Prozesse durch seine Kompetenzen erleichtert werden, aber er stellt eben auch Fragen „Toll wenn ne City ultrasmart wird, aber sind die Leute es dann auch noch?“ Dass Entfremdung immer ein Risiko sei, stellt er in unserem Gespräch fest. Und dass Projekte wie Hafven genau deshalb so wichtig sind, weil hier das Miteinander der Community im Mittelpunkt steht. Daher kann es für Björn auch nicht das Ziel sein, das Leben an eine Software zu delegieren und die daraus entstehenden Freiräume mit anderen Dingen oder Techniken vollzupacken, um noch effizienter zu funktionieren. Arbeitserleichterung ja, aber Selbstoptimierung im Sinne einer noch schnelleren Taktung des Lebens nicht. Deshalb setzt er sich selbst regelmäßig auf Entzug und schafft sich Freiräume ohne Handy und Computer.

In diesem Sinne hat er Hannovers ersten Minimalismus Stammtisch gegründet und gehofft, dass überhaupt jemand kommt. Beim ersten Treffen hat sich dann aber direkt gezeigt, dass Minimalismus als Lebenskonzept nicht nur ihn beschäftigt. Er saß nie alleine da, es reisten sogar Leute aus Berlin an, um dabei zu sein. Mit dieser Offenheit hat er seitdem viele neue Themen für sich entdeckt wie z.B. achtsames Kochen, Meditation oder Sharing. Und Björn hat für sich einen minimalistischen Tagesplaner entwickelt, den er „Diamond Day“ nennt und mit dem er jeden Morgen einen blanken Start in den Tag hat. Eine ToDo-Liste in A4 Format die, für jede anstehende Tätigkeit, direkt Raum für Ausgleich einfordert.

Deshalb ist er nach unserem Gespräch Frisbee spielen gegangen.

Pauline